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Wort - Gottes - Feier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

eingestellt: MG

 

im gesamten Pastoralverbund Lippe-Detmold

 

Im Pastoralverbund gibt es nun mit der Sommerzeit an verschiedenen Orten Wort-Gottes-Feiern, an einigen nordlippischen Stationen sind sie schon länger eine praktizierte Gottesdienstform.

 

Sie sind weder eine „Notlösung“ noch Ausnahmeregelung, sondern eine eigenständige liturgische Form. Der Dienst der beauftragten Leiter/innen einer Wort-Gottes-Feier ist ein besonderes Engagement.


Als Dechant freue ich mich über dieses Engagement und bin gleichzeitig dankbar, dass in den Gemeinden diese lebendige Feiern den Dialog zwischen Gott und den Menschen möglich machen.

Frau Brigitte Grosche hat bereits im ökumenischen Hiddeser Weihnachtsbrief 2017 einen Artikel verfasst, der Ihnen hilfreiche Informationen geben kann.

Ihr Klaus Fussy, Dechant


WORT-GOTTES-FEIER


Die hohe Bedeutung des Wortes Gottes für den Gottes-Dienst, den Dialog zwischen Gott und den Menschen, ist in neuerer Zeit  ins Bewusstsein gelangt.

Da hat die Katholische Kirche viel von den evangelischen Kirchen gelernt. Bereits das Vatikanische Konzil brachte die Überzeugung von der Bedeutung des Wortes Gottes klar zum Ausdruck und empfahl schon eine eigenständige Gottesdienstform, die aber kaum praktiziert wurde, weil die Eucharistiefeier die Regel ist.

 

Der Priestermangel zwingt nun zu neuen Entscheidungen und so bekommt die Wort-Gottes-Feier neues Gewicht.

 

Auch in St. Stephanus gibt es ab und zu Wort-Gottes-Feiern und noch wissen wir nicht, welche Gottesdienste in diesem ersten Halbjahr 2018 Eucharistiefeiern und welche Wort-gottes-feiern sein werden. Wir sollten letztere nicht als Notlösung ansehen, sondern als Chance, als Christen unsere Berufung aus der Taufe ernstzunehmen, aus ihr heraus eigene liturgische Feiern zu gestalten.

 

So stellen wir das Wort Gottes in die Mitte. Dann kann deutlich werden, dass auch im Wort die Gegenwart Gottes erkennbar und vernehmbar ist, dass es Weisung und Stärkung gibt, Mittel zum Leben ist.

Das Engagement und das Glaubenszeugnis der Gemeindechristen bekommt in dieser Feier ein ganz neues Gewicht. Und wir dürfen sicher sein, dass Jesus Christus auch in dieser Feier in unserer Mitte zugegen ist,denn er hatgesagt:

"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen."(Mt 18,20)

 

Leiten kann diese Feier nach einer intensiven Vorbereitung ein vom Erzbischof Beauftragter oder eine Beauftragte. Im Pastoralverbund Lippe-Detmold gibt es inzwischen in allen Gemeinden beauftragte Leiter und Leiterinnen. So kann auch mit weniger Priestern das gottesdienstliche Gemeindeleben vor Ort lebendig bleiben.

Der Ablauf einer Wort-Gottes-Feier entspricht nicht ganz dem Wortgottesdienst als dem ersten Teil der Hl. Messe, sie stellt eine eigene Form dar. Nach der Eröffnung folgen die biblischen Lesungen, wie sie die Leseordnung für den Sonntag vorsieht, der sich eine Auslegung oder Deutung anschließen kann.

Danach folgt die Antwort der Gemeinde, z.B. ein Glaubensbekenntnis, Schuldbekenntnis oder Wechselgebet, ein Lied oder das Friedenszeichen.

An Sonntagen schließt sich der Sonntägliche Lobpreis an, der in das Gloria, einen Lobpreis mündet. Dem folgen dann die Fürbitten mit dem Vaterunser und der Abschluss mit dem Segen.

Im letzten Jahr hat der Erzbischof von Paderborn auch grünes Licht gegeben für die Austeilung und den Empfang der Kommunion in einer Wort-Gottes-Feier, was bisher nur in bestimmten Situationen oder Orten erlaubt war, z.B. in Altenheimen. Viele Gläubige haben dies schon lange gewünscht, weil ihnen gerade die Kommunion als intensivste Begegnung mit Jesus Christus wichtig geworden ist.

Herzliche Einladung zum Gottes-Dienst!
Brigitte Grosche

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