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Ökumenischer Gottesdienst zum 70. Jahrestag des Kriegsbeginns

„Am Morgen des 1. September 1939 hatte das Schulschiff Schleswig-Holstein das Feuer auf die Westplatte bei Danzig eröffnet. In den nächsten Tagen erfolgte der rasche Vorstoß deutscher Truppen nach Polen, die polnische Armee leistete heftigen Widerstand, war aber der drückenden deutschen Überlegenheit nicht gewachsen.“

 

 

Gedenkfeier Kriegsbeginn Schülerinnen

So oder ähnlich haben wohl Rundfunk- oder Pressemeldungen vor 70 Jahren begonnen. Ein unsäglicher Krieg hatte begonnen; noch ahnte niemand, wie viel Leid und Not, wie viel Schmerz und Tod dieser Krieg über Europa, ja, über die ganze Welt bringen würde.

Dieser Jahrestag war Anlass, in der Heilig Geist Kirche einen Ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Mitwirkende waren Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Kurt Eikmeier (Zeitzeuge aus Brake), Jörg Drücke und Schüler des MWG, außerdem Kantor Friedemann Engelbert mit dem Oberstufenchor des MWG. Geleitet wurde der Gottesdienst von Superintendent Andreas Lange, der auch die Predigt hielt, und Pfarrer Reinhold Frickenstein.

Um 10.00 Uhr war die Kirche voll besetzt mit Menschen aus vier verschiedenen Generationen. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Frickenstein erinnerten Schüler an den denkwürdigen Tag.

 

 

 

 

 

Gedenkfeier Kriegsbeginn GemeindeGedenkfeier Kriegsbeginn celebrators

 

 

Gedenkfeier Kriegsbeginn Eikmeier

Kurt Eikmeier berichtete anschließend in eindrucksvoller Weise, wie er die ersten Kriegstage und die späteren Kriegsjahre erlebt hatte. In seiner Predigt bezog sich Superintendent Andreas Lange auf einen Liedtext von Schalom Ben-Chorin, 1913 in Deutschland geboren, mehrmals von den Nazis verhaftet. 1935 konnte Schalom Ben-Chorin nach Israel fliehen. Mitten im 2. Weltkrieg dichtete er die Zeilen „Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt ?“ Auf diesen Mandelbaum schaute Ben-Chorin immer, wenn er von seinem Schreibtisch aus nach draußen blickte.Als der Baum im Frühling seine Knospen öffnete wie in jedem Jahr, ungeachtet dessen, dass inzwischen dieser schreckliche Krieg begonnen hatte, sah Ben-Chorin in diesen Vorboten des Frühlings ein Zeichen der Hoffnung am Horizont.

 

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Oberstufenchor des Marianne Weber Gymnasiums unter der Leitung von Friedemann Engelbert gestaltet.

 


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