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Sakramente

Sakramente – Feiern des Glaubens an wichtigen Stationen des Lebens

SAKRAMENT kommt vom Lateinischen sacramentum, d.h. unverbrüchliche Besiegelung.


Jesus Christus wird das UR - SAKRAMENT Gottes genannt, weil in ihm die Menschenliebe Gottes unverbrüchlich spürbar und bestätigt wurde. Die Kirche wird GRUNDSAKRAMENT genannt, weil in ihrer Gemeinschaft heute diese Menschenfreundlichkeit Jesu spürbar und erlebbar bleiben soll.
Dies geschieht in der Kirche vor allem durch die Feier der sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Buße, Kommunion, Krankensalbung, Ehe, Priesterweihe.

Die Zahl 7 ist auch symbolisch zu verstehen. Symbol für die enge Verbindung Gottes mit der Welt. Zusammengesetzt aus der 3 = der Zahl Gottes (Dreifaltigkeit) und der 4 = Zahl der Welt (z.B. Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde, 4 Himmelsrichtungen).

Fragen des Lebens

Geburt, Erwachsenwerden, Schuld, schwere Krankheit, Tod, Eheschließung und Priesterweihe sind Ereignisse, die Deutung verlangen, bei denen wir haltmachen und uns neu orientieren müssen. Das Leben selber gibt hier keine Antwort auf die Fragen, die sich in solchen Situationen stellen:

  • Lohnt es sich überhaupt, in dieser Welt groß zu werden und zu leben?
  • Wie gehen wir um mit unserer Schuld?
  • Kann ich mich einem Menschen auf Dauer anvertrauen?
  • Kann ich mich auf Dauer dem Dienst Gottes in seiner Kirche widmen?
  • Gibt es Hoffnung und Trost auch bei schwerer Krankheit, ja selbst im Tod?

Die ausgestreckten Hände der Kirche

Die Kirche als der fortlebende Christus streckt in den Sakramenten der Taufe, Firmung, Buße, Kommunion, Krankensalbung, Ehe und Priesterweihe die liebenden Hände Jesu Christi aus. Sie führt zur Begegnung mit Christus selber; sie lädt ein, sich seinen Händen anzuvertrauen. Christus hat heute keine anderen spürbaren Hände als die der Kirche und jeder Pfarrgemeinde.

In ihrer gelebten Gemeinschaft, in ihrer Spendung und Feier der Sakramente muss für Menschen in wichtigen Situationen des Lebens die Güte und Menschenliebe Gottes erfahrbar werden.

Die grenzenlose Güte Gottes

Dies heißt nicht, dass Gott mit seiner Liebe und Güte den Menschen ausschließlich in der Kirche und ihren Sakramenten begegnet. Vielmehr gilt: Die Wege Gottes sind vielfältig. So können Menschen durchaus schon etwas von jener Güte und Menschenfreundlichkeit erfahren, wo ihnen selber einmal Schuld vergeben oder neue Hoffnung geschenkt wurde.

Im Leben der Kirche und vor allen Dingen in den Feiern der einzelnen Sakramente wird diese Güte und Gnade Gottes erfahrbar. Was sonst ungestaltet, unbenannt und unsicher bleibt, gewinnt hier Gestalt und Sicherheit.

Aus: Durch das Jahr durch das Leben

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